Zielgruppen

Eltern

Die Musikindustrie hat längst auf die stummen Eltern reagiert: CDs werden in Massen angeboten mit Einschlaf- und anderen Kinderliedern. In dieser Situation bieten Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker Seminare an, bei denen junge Eltern selbst z.B. Abend- und Schlaflieder kennen und singen lernen. So wächst auch ein neues Selbstvertrauen der Eltern im Umgang mit der eigenen Stimme.  Neben den Abendliedern sind viele weitere Themen denkbar: Advents- und Weihnachtslieder, Martins- und Laternenlieder, Lieder zum Jahreslauf, Spiel- und Spaßlieder.

 

Erzieherinnen

Im Kindergarten und in der Grundschule sind Kinder aus den unterschiedlichen Milieus beieinander. Hier können sie gemeinsame  musikalische Erfahrungen machen unabhängig von ihrer jeweiligen Herkunft. Die musikalische Vorbildung und Ausbildung von Erzieherinnen lässt allerdings vielfältige Defizite erkennen. In ihrer beruflichen Praxis setzt sich aber vermehrt die Erkenntnis durch, dass das breit gefächerte Fort- und Weiterbildungsangebot im Kindergartenbereich einen ‚Schwerpunkt Musik’ braucht. Hier kann der Bogen weit gespannt sein vom Singen über rhythmische Erfahrungen bis hin zum instrumentalen Musizieren und dem Basteln von eigenen Musikinstrumenten.

 

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Kinderkirche

Auch Mitarbeiterinnen der Kinderkirche brauchen Unterstützung in Fragen der Liedauswahl, der Liedvermittlung und in Bezug auf das Zutrauen in die eigene Stimme. Kirchenmusiker können diese Mitarbeiter begleiten und zu einem kindgerechten Umgang mit Liedern befähigen. Neben aktuellen, themenbezogenen Liedern sollte das Augenmerk auch auf der Entwicklung eines angemessenen Repertoires von Kirchenliedern und Neuen Geistlichen Liedern liegen. Dazu bietet die von der württembergischen und der badischen Landeskirche initiierte Kernliederliste eine gute Orientierung.

 

Mitarbeiter in der Jugendarbeit

Die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Jugendarbeit wird den Stimmbruch bei Jugendlichen beachten müssen und die Hemmungen vor dem  Singen bei pubertierenden Jugendlichen, die als Kinder kaum oder gar nicht gesungen haben. Hier steht der Bereich „body percussion“ und das rhythmische Erleben im Vordergrund. Zu den Aufgaben der Kirchenmusiker gehört z.B. auch, die Gitarre spielenden Jugendmitarbeiter im Singen zu fördern.

 

Religionspädagogen

Fortbildungen für Religionspädagogen geben neben der altersgemäßen Liedvermittlung und der Literaturkenntnis auch Raum zum Erfahrungsaustausch. In vielen Schulklassen wird im Religionsunterricht regelmäßig gesungen. Jedoch haben nicht alle Lehrer ein ausreichendes Zutrauen zu ihrer Stimme. Die Erfahrung zeigt, dass auf diesem Gebiet schnelle Fortschritte möglich sind. Schuldekane der württembergischen Landeskirche nehmen hier die Unterstützung der Kirchenmusiker gerne an.

 

Pfarrerinnen und Pfarrer

Für diese Personengruppe gilt dasselbe. In der Aus- und Fortbildung geht es darum, das Verständnis und die Liebe zum Lied zu fördern und zu pflegen. Fulbert Steffensky sagt: „Lehrer sein heißt: zeigen, was man liebt.“ Liedpredigten sind seit langem ein probates Medium. Die Thematik muss ein ständiges Thema in den bestehenden dezentralen Fortbildungsstrukturen sein.

 

Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker

Nebenberuflich und hauptberuflich tätige Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker haben die Wichtigkeit dieser Aufgaben erkannt und

singen mit Kindern im Kindergarten, mit ihren Kinderchören, mit jungen Eltern und ihren Kantoreien. So arbeiten sie für die Zukunft der Kirchenmusik.

 

Veranstaltungen 2010