Die neuen "Kernlieder"

Die badische und die württembergische Kirchenleitung haben Ende 2006 eine 33 Gesänge umfassende Kernliederliste mit Liedern aus dem Evangelischen Gesangbuch verabschiedet und bitten alle, die in ihrer Arbeit mit Singen zu tun haben, am langfristigen Aufbau eines gemeinsamen Liederrepertoires mitzuwirken und sich dabei an der Kernliederliste zu orientieren. Die Liturgische Konferenz hat im Herbst 2007 diese Kernliederliste diskutiert und empfiehlt nun allen Landeskirchen in Deutschland, sie zu übernehmen. Manches mag einem bekannt vorkommen.

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Das Fußballstadion als Brunnenstube des Singens

von Pfr. Prof. Bernhard Leube

Klagen darüber, dass Menschen immer weniger singen, schärfen unabhängig davon, ob die Klagen durchweg zurecht erhoben werden, immerhin das Ohr für die Orte, an denen es praktiziert wird. Dazu gehören die Kirchen und die Fußballstadien, die vordergründig wenig miteinander zu tun haben. Das Singen verbindet sie jedoch nicht nur formal. Es geht allerdings nicht um Kirchenlieder bei Fußballspielen (obgleich es das gab – s.u.). Im Stadion funktionieren vielmehr einige archaische Mechanismen des gemeinsamen Singens, die in den Grundlagen der christlichen Musikpraxis ebenfalls zu finden, teils aber verschüttet sind und für eine Vitalisierung des kirchlichen Singens nur wiederzubeleben wären.

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Singen als Salböl der Seele

Seelsorge mit dem Evangelischen Gesangbuch

von Pfr. Prof. Bernhard Leube für die Zeitung des Evangelische Kirchenbezirks Geislingen (Steige), Nr. 9, 2006/2007 vom 1. Juli 2006, S. 18-19

„So ein 'Befiehl du deine Wege' zum Exempel, das man in der Jugend, in Fällen wo es nicht so war wie's sein sollte, oft und andächtig mit der Mutter gesungen hat, ist wie ein alter Freund im Hause, dem man vertraut und bei dem man in ähnlichen Fällen Rat und Trost sucht.“ In diesen Worten von Matthias Claudius aus dem Jahr 1798 begegnet uns, was für Seelsorge grundlegend ist: das Vertrauensverhältnis zwischen zwei Gesprächspartnern.

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